• Pia

Die Eisenbücher

Aktualisiert: 3. Nov 2020

Die Idee zu den Eisenbüchern und der Verkauf des ersten Buches




Hinter jedem Teil, das Heiko Schütz auf dem Schrottplatz entdeckt, verbirgt sich eine Geschichte. Für Heiko sind die Stücke nicht einfach Abfall, sondern Geschichtsträger. Und wo werden Geschichten erhalten und weitergegeben? In Büchern. Mit diesen Gedanken entstand 1982 das erste Eisenbuch, über welches er auch die uneingeschränkte Anerkennung von Bernhard Luginbühl erhielt. 


Das erste Eisenbuch verkauft er der Zentralbibliothek Solothurn, ebenfalls im Jahr 1982. Der damalige Direktor verkündete lautstark: «Die Zentralbibliothek kauft von jedem Buch ein Exemplar.» Heiko ist bekanntlich nicht nur ein genialer Künstler, sondern auch ein schlauer Fuchs. 


Er verlud sein Eisenbuch in ein Fahrzeug und fuhr zur Zentralbibliothek. Dort angekommen fragte er, ob der werte Direktor nicht rauskommen könne, um sein Buch zu begutachten. Der Direktor wollte nicht, Heiko solle ihm doch das Buch bringen. Weil das mit einem annährend 100 Kilo schweren Buch nicht so einfach ist, insistierte Heiko. Der Direktor hielt Wort und kaufte von jedem Buch ein Stück – zu unserem Glück sind die weiteren Eisenbücher, alles Einzelstücke, im freien Verkauf und nicht alle in der Zentralbibliothek!


Noch heute ist Heiko’s erstes Eisenbuch in der Zentralbibliothek.





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